Filmplakat

trailer

 

Ihr findet den Trailer auch auf  Youtube > und auf  Vimeo >

Der Film

Was machst Du, wenn es die offene Gemeinschaft, die Du als queerer Punk dringend brauchst, nicht gibt? Rede Dir einfach ein, es gibt sie doch! Klebe und drucke Fanzines, drehe und vertreibe subversive Filme, schreibe anarchistische Songs, do it yourself und vor allem: don’t give a fuck! Nach und nach wird aus der anfänglichen Pseudo-Gemeinschaft eine revolutionäre Welle werden, ja eine internationale Bewegung...

Queercore: How to Punk a Revolution erzählt die Geschichte jener lose verbundenen Gruppe von nordamerikanischen Punk-Künstler_innen, die in den 1980er und 90er Jahren ihre queeren Identitäten radikal ins Zentrum der eigenen Arbeiten rückten – und sich damit nicht nur gegen die damals von heterosexuellen Männern dominierte und latent homophobe Punk-Szene auflehnten, sondern auch gegen den allzu angepassten schwulen Mainstream.

Regisseur Yony Leyser („William S. Burroughs – A Man Within“, „Desire Will Set You Free“) lässt dazu die schillernden Schlüsselfiguren der Bewegung zur Wort kommen: die Filmemacher_innen Bruce LaBruce und G.B. Jones, die Musiker_innen Kim Gordon (Sonic Youth), Jody Bleyle (Team Dresch) und Kathleen Hana (Bikini Kill), ihren schamlosen Wegbereiter John Waters – und viele mehr. Künstler_innen wie Beth Ditto und Peaches erzählen, wie die Bewegung ihr Verständnis von queerem Leben und Denken geprägt hat, das sich von allen normativen Einschränkungen löst. Filmclips, Konzertausschnitte und Aufnahmen der spektakulärsten Aktionen dokumentieren das vielschichtige Schaffen der Szene. Leyser mitreißendes Szene-Porträt schließt nicht nur eine klaffende Lücke innerhalb der nicht-heterosexuellen Geschichtsschreibung, es ist auch ein wilder Appell gegen jede Form der falschen Anpassung.

Kinotermine

 

Immer auf dem neuesten Stand:
Die aktuellen Spielzeiten findet Ihr auf der Terminseite » der Edition Salzgeber.

 

 

 

Filmwecker & Kinofinder

 

Der kino-zeit.de Filmwecker schickt Ihnen eine Email, wenn
Queercore: How to Punk a Revolution erstmals in einem Kino in Ihrer Nähe gezeigt wird.

Die Nutzung dieses Dienstes ist kostenlos. Ihre Anfrage wird maximal
12 Monate gespeichert.

 

Zum Filmwecker »  und  Zum Kinofinder »
(Ein Service von www.kinozeit.de · Alle Angaben ohne Gewähr)

Galerie

 

FilmstillFilmstillFilmstill

FilmstillFilmstillFilmstill

FilmstillFilmstillFilmstill

© Edition Salzgeber

Director´s Statement

Als Teenager und Anfang 20 verbrachte ich all meine freie Zeit bei lauten Punkshows in irgend-welchen Bars und Schuppen, in denen ich meine selbstgemachten Zines unter die Leute brachte. Ich machte auch bei einer anarchistischen Zine-Bibliothek mit. Während der Uni lebte ich in besetzten Häusern mit so lustigen Namen wie „Dead Herring“, „The Haunted Kitchen“ und „Mister City“. Beinah jedes Wochenende gab es bei uns Konzerte oder Soli-Veranstaltungen.

Ich war damals einer der wenigen queeren Punks. Queer zu sein war unter meinen Freund_innen mehr als nur toleriert, alle setzen sich sehr für einen ein. Ich erinnere mich an einen Zwischenfall in einem Punk-Haus in Lawrence, Kansas. Irgendjemand machte einen homophoben Kommentar. Ohne mit der Wimper zu zucken schmiss mein Michal-Jordan-großer Mitbewohner den Typ aus dem Erdgeschoss-Fenster unseres Hauses. Nach und nach fand ich immer mehr queere Verbündete innerhalb der Szene.

Filmstill

Das erste queere Zine, an das ich mich erinnern kann, ist „Bimbox“ – ein fantastisches, radikales und überaus schwer zu bekommendes Queercore-Zine von Johnny Noxzema. Mein eigenes Zine hieß „The Yonilizer“ unterschied sich inhaltlich nicht von den älteren Zines: Es bestand vor allem aus politischen Kommentaren, persönlichen Geschichten und Besprechungen von Shows, Filmen oder anderen Zines. Freunde zeichneten dafür Comics und schrieben kleine Geschichten. Es war ein tolles Gemeinschaftsprojekt. Als wir in den frühen 2000er damit anfingen, war die Hochphase der ersten Generation der Zines bereits über ein Jahrzehnt vorbei. Unser Zine war deshalb auch als eine Hommage an die Pionier_innen von früher gedacht. Ich habe schon immer mit großer Neugier und Leidenschaft abseitige Sozial- und Kulturgeschichte für mich entdeckt – und gleichzeitig versucht, einen eigenen Beitrag dazu zu leisten.

Kurz nachdem ich meinen ersten Dokumentarfilm „William S. Burroughs: A Man Within“ fertig gedreht hatte, ging ich mit Sister Spit auf Tour, einer Gruppe von queeren Schriftsteller_innen und Performer_innen. Die Leute, die ich auf dieser Tour traf, haben mich dazu inspiriert, Queercore: How to Punk a Revolution zu machen.

Der Ansatz, den die Queercore-Bewegung – inspiriert von Künstler_innen wie John Waters, William S. Burroughs und Jayne County – verfolgte, ist auch heute noch radikal, weil es bei ihr nicht darum ging, gesellschaftlich akzeptiert zu werden oder politisch korrekt zu sein, sondern das ganze System umzustürzen. Queercore ist deswegen nicht trotz ihrer Abseitigkeit, sondern wegen ihr noch heute voller Kraft und Relevanz.

Filmstill

Der Einfluss von Queercore ist nicht zu unterschätzen: Es öffnete die Türen zu neuen Musikgenres wie Electroclash und queerem Hip-Hop. Seine Ästhetiken finden sich heute in Mainstream-Werbekampagnen. Gucci hat sogar eine ganze Schuh-Linie nach Queercore benannt – und vehemente Kritik von Bruce LaBruce und G.B. Jones geerntet. Indie-Künstler_innen wie die Regisseurin Miranda July oder die Musikerin und Komikerin Carry Brownstein spielten zuvor in Queercore-Bands.

Bruce LaBruce, der vermutlich der bekannteste Vertreter von Queercore ist, dreht heute Filme, die auf der ganzen Film gezeigt und von der Filmkritik gefeiert werden. Das MOMA in New York widmete ihm 2014 sogar eine Retrospektive, seit Jahren stellt er seine visuelle Kunst auch in Galerien aus. Trotzdem werden einzelne Werke von ihm noch immer Opfer von Zensur, sie erzeugen Skandale. Trotz seiner Bekanntheit wissen nur wenige von der fantastischen post-modernen und revolutionären Bewegung, die vor 25 Jahre ihren Anfang nahm. Mit meinem Film möchte ich diese Lücke schließen.

Filmstill

Der Regisseur

Yony Leyser, Jahrgang 1984, wuchs in Chicago auf. Die kulturellen Wurzeln seiner Mutter gehen nach Israel und in den Iran zurück, sein Vater war deutscher Jude. Leyser studierte Drehbuch, Film und Theater. Seine Filme beschäftigen sich mit den Themen Herkunft, Geschlechtsidentität, Pop- und Gegenkultur. Seine Filme wurden auf über 150 Festivals in der ganzen Welt gezeigt. Im Alter von 24 beendete er die Arbeit an seinem Debütfilm, dem Dokumentarfilm „William S. Burroughs: A Man Within“ (2009). Nur mit einer Kamera und Rucksack ausgestattet, reiste Leyser dafür durch ganz Amerika und interviewte Burroughs‘ Weggefährten und Künstler_innen, die er beeinflusst hat, unter ihnen Iggy Pop, Patti Smith, John Waters und Sonic Youth. 2010 zog er nach Berlin. Hier drehte er sein semidokumentarisches Spielfilmdebüt „Desire Will Set You Free“ (2015), in der er selbst eine der Hauptrollen spielte. Queercore: How to Punk a Revolution ist sein dritter Langfilm.

 

Filmografie:

2010    William S. Burroughs: A Man Within (Dokumentarfilm)
2015    Desire Will Set You Free
2017    Queercore: How To Punk A Revolution (Dokumentarfilm)

 

Queercore - how to punk a revolution

ein Film von Yony Leyser
US 2017, 83 Min., englische Originalfassung mit deutschen Untertiteln

 

Regie & Drehbuch  Yony Leyser
Schnitt  Ilko Davidov
Musik  Hyenaz
Animation  Aimee Goguen
Regieassistentin  Constanza Godoy
Beratender Produzent  Scott Crary
Produktionsleitung  Jörg Langer
Koproduzent  Yony Leyser
Ausführende Produzentin  Nina Berfelde
Produzent  Thomas Janze

 

mit: Bruce LaBruce, G.B. Jones, Genesis Breyer P-Orridge, John Waters, Justin Vivian Bond, Lynn Breedlove, Jody Bleyle, Silas Howard, Pansy Division, Penny Arcade, Kathleen Hanna, Kim Gordon, Deke Elash, Tom Jennings, Beth Ditto, Peaches u.v.m.

 

Eine Produktion von Totho Productions und Desire Productions In Koproduktion mit ZDF In Zusammenarbeit mit arte Unterstützt durch Medienboard Berlin-Brandenburg Entwickelt beim Documentary Campus Master School

 

Im Verleih der Edition Salzgeber

Impressum

 

Verleih

Salzgeber & Co. Medien GmbH

Prinzessinnenstraße 29
10969 Berlin

Tel. ++49-(0)30-285 290 90
Fax. ++49-(0)30-285 290 99

E-Mail: info@salzgeber.de
Web: www.salzgeber.de

 

Geschäftsführer:
Björn Koll

Amtsgericht Charlottenburg
HRB 52 317

USt-ID gemäß §27a
Umsatzsteuergesetz
DE 167 065 308

Inhaltlich Verantwortlicher
gemäß § 6 MDStV: Björn Koll

 

Pressebetreuung:

Christian Weber
Tel. ++49-(0)30-285 290 70

presse@salzgeber.de  |  Pressematerial

 

 

Haftungshinweis:

Trotz sorgfältiger inhaltlicher Kontrolle übernehmen wir keine Haftung für die Inhalte externer verlinkter Seiten. Für den Inhalt der verlinkten Seiten sind ausschließlich deren Betreiber verantwortlich.

 

Edition Salzgeber auf Facebook  Edition Salzgeber auf Twitter  I  Links

 

 

Datenschutz

Die Betreiber dieser Seiten nehmen den Schutz Ihrer persönlichen Daten sehr ernst. Wir behandeln Ihre personenbezogenen Daten vertraulich und entsprechend der gesetzlichen Datenschutzvorschriften sowie dieser Datenschutzerklärung.

Die Nutzung unserer Webseite ist in der Regel ohne Angabe personenbezogener Daten möglich. Soweit auf unseren Seiten personenbezogene Daten (beispielsweise Name, Anschrift oder E-Mail-Adressen) erhoben werden, erfolgt dies, soweit möglich, stets auf freiwilliger Basis. Diese Daten werden ohne Ihre ausdrückliche Zustimmung nicht an Dritte weitergegeben.

Wir weisen darauf hin, dass die Datenübertragung im Internet (z.B. bei der Kommunikation per E-Mail) Sicherheitslücken aufweisen kann. Ein lückenloser Schutz der Daten vor dem Zugriff durch Dritte ist nicht möglich.


Datenschutzerklärung für die Nutzung von Facebook-Plugins
(Like-Button)

Auf unseren Seiten sind Plugins des sozialen Netzwerks Facebook, Anbieter Facebook Inc., 1 Hacker Way, Menlo Park, California 94025, USA, integriert. Die Facebook-Plugins erkennen Sie an dem Facebook-Logo oder dem "Like-Button" ("Gefällt mir") auf unserer Seite. Eine Übersicht über die Facebook-Plugins finden Sie hier: Link.

Wenn Sie unsere Seiten besuchen, wird über das Plugin eine direkte Verbindung zwischen Ihrem Browser und dem Facebook-Server hergestellt. Facebook erhält dadurch die Information, dass Sie mit Ihrer IP-Adresse unsere Seite besucht haben. Wenn Sie den Facebook "Like-Button" anklicken während Sie in Ihrem Facebook-Account eingeloggt sind, können Sie die Inhalte unserer Seiten auf Ihrem Facebook-Profil verlinken. Dadurch kann Facebook den Besuch unserer Seiten Ihrem Benutzerkonto zuordnen. Wir weisen darauf hin, dass wir als Anbieter der Seiten keine Kenntnis vom Inhalt der übermittelten Daten sowie deren Nutzung durch Facebook erhalten. Weitere Informationen hierzu finden Sie in der Datenschutzerklärung von Facebook unter: Link.

Wenn Sie nicht wünschen, dass Facebook den Besuch unserer Seiten Ihrem Facebook- Nutzerkonto zuordnen kann, loggen Sie sich bitte aus Ihrem Facebook-Benutzerkonto aus.


Datenschutzerklärung für die Nutzung von Google Analytics

Diese Website nutzt Funktionen des Webanalysedienstes Google Analytics. Anbieter ist die Google Inc. 1600 Amphitheatre Parkway Mountain View, CA 94043, USA. Google Analytics verwendet sog. "Cookies". Das sind Textdateien, die auf Ihrem Computer gespeichert werden und die eine Analyse der Benutzung der Website durch Sie ermöglichen. Die durch den Cookie erzeugten Informationen über Ihre Benutzung dieser Website werden in der Regel an einen Server von Google in den USA übertragen und dort gespeichert.

Im Falle der Aktivierung der IP-Anonymisierung auf dieser Webseite wird Ihre IP-Adresse von Google jedoch innerhalb von Mitgliedstaaten der Europäischen Union oder in anderen Vertragsstaaten des Abkommens über den Europäischen Wirtschaftsraum zuvor gekürzt. Nur in Ausnahmefällen wird die volle IP-Adresse an einen Server von Google in den USA übertragen und dort gekürzt. Im Auftrag des Betreibers dieser Website wird Google diese Informationen benutzen, um Ihre Nutzung der Website auszuwerten, um Reports über die Websiteaktivitäten zusammenzustellen und um weitere mit der Websitenutzung und der Internetnutzung verbundene Dienstleistungen gegenüber dem Websitebetreiber zu erbringen. Die im Rahmen von Google Analytics von Ihrem Browser übermittelte IP-Adresse wird nicht mit anderen Daten von Google zusammengeführt.

Sie können die Speicherung der Cookies durch eine entsprechende Einstellung Ihrer Browser-Software verhindern; wir weisen Sie jedoch darauf hin, dass Sie in diesem Fall gegebenenfalls nicht sämtliche Funktionen dieser Website vollumfänglich werden nutzen können. Sie können darüber hinaus die Erfassung der durch das Cookie erzeugten und auf Ihre Nutzung der Website bezogenen Daten (inkl. Ihrer IP-Adresse) an Google sowie die Verarbeitung dieser Daten durch Google verhindern, indem sie das unter dem folgenden Link verfügbare Browser-Plugin herunterladen und installieren: Link.


 

Ansprechpartner für Fragen zum Jugendschutz:

Daniel Blosat
Salzgeber & Co. Medien GmbH
Prinzessinnenstraße 29
10969 Berlin
Tel.: 030 / 285 290 90
blosat@salzgeber.de

 

 

Realisation Website:

Thorsten Wißmann-Prinz
für Edition Salzgeber

 

 

© Edition Salzgeber 2017